<<Für alle die mich als Rosenkranz auf der Bühne gesehen haben, es geht hier nicht um Hamlet und auch nicht um diese Rolle.>>
Es war einmal…
Es war einmal eine junge Frau. Geprägt durch Schicksalsschläge und schöne Momente ihres Lebens. Sie lebte wohlbehütet bei ihrer Mutter und doch verspürte sie den Drang auszureißen und in die weite Welt zu fliehen. Nachdem ihr erster Versuch nicht geglückt war und sie in den Schoß der Familie zurückgekehrt war, bevor es begonnen hatte, wollte sie es erneut wagen.
Sie verschenkte ihr Herz.
Geblendet vom glanz des Jünglings ließ sie ab von allem gewohnten und wurde in seinen Bann gezogen. Sie war nun nur noch selten bei ihrer Mutter anzutreffen und verbrachte ihre Zeit mit dem Jüngling. Er liebte sie – Sie liebte ihn. Er schenke ihr die Sterne.
Aufeinmal wendete sich das Blatt. er wurde bevormundent und fordernd. Doch sie ließ ihn gewähren und befolgte seine Befehle. Sie war geblendet durch den glanz ihrer Liebe und sah nicht, dass diese bei ihm schwand. Er ließ sie jedoch in dem Glauben, dass seine Liebe unendlich sei. Und doch verbarg er sich vor ihr. Sie wartete auf ein Zeichen von ihm… Doch nichts. Aber nein, der schein verblasste nicht. Sie glaubte noch an das Gute, war zu naiv zu erkennen dass die Zeit gekommen war sich zu lösen. Sie glaubte weiterhin an die Liebe und an ein Leben zu zweit. Ihre Freunde fingen an sich zu sorgen, wollten ihr erklären wie es um sie steht. Und doch… doch hat sie es nicht glauben wollen. Sie liebte. Ja und sie verteidigte ihn. Er trieb sich rum, doch anders als früher wusste sie nicht wo. Er wurde mürrisch, beschimpfte sie, schmiss sie raus. Er überlegte es sich anders, holte sie zurück und liebte sie. Er liebte sie wie sie niemand sonst vorher geliebt hatte. Und dann… dann ließ er sie fallen. Nach einiger Zeit des wartens wurde sie durch eine Brieftaube zu ihm gerufen. Er bestellte sie in sein Reich dass zu einem großen Teil schon ihr eigenes geworden war, doch den Schlüssel hatte sie ihm aushändigen müssen, nur er besaß noch den Schlüssel zu ihrem Herz. Einen großen Teil ihres Hab und Gut hatte sie gegeben und geteilt. Sie hatte Liebe geschenkt wie sie es lange nicht getan hatte. Er war ihre Hoffnung, ihre Zukunft. Auch als er sie zu sich bestellte hegte sie noch Hoffnung. Getreu dem Motto die Hoffnung stirbt zuletzt raffte sie ihren Mut zusammen und stellte sich… vergebens…
Ein dunkler Schleier fing sie ein und umhüllte sie. Der Stich ins Herz. Er benetzte ihre Seele mit einem klebrigen Film und es wurde Nacht. Der Abgrung immer länger… und sie fiel, sie fiel ohne den Boden und den Himmel zu sehen. Sie weinte, sie weinte und hätte Meere füllen können. Ihr Herz verbarg sich. Es wurde kalt. Eine Dornenhecke legte sich um es und verschloss es vor der Außenwelt. Der Fluch wurde war. Ihr Herz und mit ihm die Fähigkeit zu empfinden und zu lieben schlief ein. Dornröschen in ihrem Schloss gefangen. Die Rosenhecke rankte und lies sie nicht mehr los. Und sie wollte es so. Verschloss sich ganz.
Nun scheint sie eiskalt zu sein. Fühlt sich leer. Ist es das was sie will? Einsam sein… Sie schützt sich selbst und mehrt so die Dornen.
Wird sie jemand retten können? Wird der Prinz kommen der ihr Herz erobern kann? Für den die Dornen ganz von alleine weichen und der es schafft zu ihr durchzudringen. Ihr Herz soll wieder Wärme spüren und lieben können. Jemand muss sie retten, doch das braucht Zeit. Sie braucht Zeit… die Wunden müssen heilen und sie muss für sich selbst erkennen dass sie vertrauen kann. Sie muss zu sich selbst finden und die Gefühle neu erforschen. Er muss ihr diese Zeit geben.
Die Zeit heilt alle Wunder…